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 | Coolness-Training |
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Coolnestraining im Karo
Anti-Gewalt-Prävention als Kooperation mit der GHS Martini
Wesel. Vom 10.09.2010 bis zum 25.01.2011 veranstaltet das Jugendzentrum Karo in Kooperation mit der Martini-Hauptschule ein Coolnesstraining für eine sechste Schulklasse. Das Projekt wird durchgeführt als Anti-Gewalt-Prävention. Es findet in dieser Zeit wöchentlich im Karo statt.
Das Training wird von Ralf Gloyer und Jörg Hartmann (GeSGo = Gewalt-Stop-Go) geleitet. Beide kombinieren die fachliche Herangehensweise des Anti-Gewalt-Trainings auf der Grundlage der konfrontativen Pädagogik und der Traumatologie.
Gloyer und Hartmann gehen davon aus, dass jeder gewaltbereite Mensch sein persönliches Trauma erlebt hat. Beim Coolnesstraining geht es dann nicht darum, Vorwürfe zu machen. Vielmehr sollen die positiven Ressourcen jedes einzelnen erkannt und gefördert werden.
Eine besondere Rolle spielt der Bewegungsdrang der Schüler/innen. Diesem wird durch eine Reihe von Sportaktionen entgegen gekommen.
Der Austausch mit den Lehrern der Schule und den betroffenen Eltern ist ein weiteres zentrales Element. Durch den hohen Informationsaustausch und durch die Dauer des Projektes versprechen sich die Beteiligten eine große Intensität und Nachhaltigkeit.
Das Coolnesstraining wird zunächst geschlechterspezifisch stattfinden. Denn die Entwicklungsstadien und die Themen der beiden Geschlechter differieren in diesem Alter erheblich.
In den Auftaktveranstaltungen lernen sich die Kinder und die Trainer kennen. Hier werden den Schüler/innen auch die weitere Vorgehensweise und die Regeln deutlich.
In einer weiteren Phase soll zwischen den Schüler/innen untereinander und in Bezug zu den Trainern weiteres Vertrauen aufgebaut werden. Es folgt in der Performingphase die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt. Dort wird Verhalten erlebt, konfrontiert und deutlich in Frage gestellt. Alternative Lösungen werden erarbeitet.
Eine bedeutende Zielsetzung ist die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls. Jeder Einzelne soll sich in der Gruppe mit seinen Stärken und Schwächen erfahren. Er soll Gewalt und Gewaltausübung erkennen können und nicht als selbstverständlich hinnehmen. Außerdem soll er lernen, im Konfliktfall anders zu handeln.
Zum Abschluss der Veranstaltung wird die gesamte Klasse mit Jungen und Mädchen wieder zusammen geführt. Beide Gruppen können ihre Erfahrungen innerhalb des Trainings austauschen. Hier können die Trainer auf gemischtgeschlechtliche Problematiken nochmals besonders eingehen.
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